Beschlüsse des Fachausschusses „Rohstoffe und chem... / BG Chemie: Beitrag erneut gesenkt
BG Chemie: - Beitragssatz erneut gesenkt
Die Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie (BG Chemie) hat ihren Beitragssatz in diesem Jahr zum fünften Mal in Folge senken können. Anstelle von 6,55 DM im Vorjahr zahlen die Unternehmer jetzt nur noch 6,50 DM je 1000 DM Lohnsumme (beziehungsweise 6,50 Euro je 1000 Euro Lohnsumme), um die Ausgaben der BG Chemie zu decken. 1997 waren es noch
6,98 DM. Der Beitragssatz bezieht sich auf die Gefahrklasse 1.
"Qualitäts- und effizienzsteigernde Massnahmen in der Prävention, der Rehabilitation und in der Verwaltung haben diesen Erfolg und die finanzielle Entlastung der Unternehmen ermöglicht," sagt Dr. Erwin Radek, Hauptgeschäftsführer der BG Chemie. Als Beispiele nennt er die niedrige Unfallquote in der chemischen Industrie; mit 20,45 Unfällen pro 1000 Mitarbeitern ist die chemische Industrie – gemessen an den Arbeitsunfällen – der sicherste Industriezweig in Deutschland. Ferner konnten die Kosten der medizinischen Heilverfahren durch eine effiziente Steuerung gesenkt werden bei gleichzeitiger Verbesserung der Behandlungsergebnisse. Personalkonzentration und moderne Managementmethoden haben zu einer Absenkung der Verwaltungskosten geführt.
Getrübt wird die Freude für die Mitgliedsunternehmen der BG Chemie allerdings durch das Insolvenzgeld, das einen neuen Höchststand erreicht hat. Die Berufsgenossenschaften ziehen diese Gelder im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeit lediglich ein und leiten sie direkt weiter. "Die Höhe des Insolvenzgeldes liegt nicht in der Verantwortung der Berufsgenossenschaften. Das ist eine uns gesetzlich verordnete Fremdleistung," sagt Radek. Die Unternehmen müssen mit einem Beitragssatz von 2,29 Euro je 1000 Euro Lohnsumme fast dreissig Prozent mehr als im Vorjahr für das Insolvenzgeld aufbringen. Das Insolvenzgeld ist das Geld, das die Arbeitnehmer insolventer Firmen drei Monate lang anstelle von Lohn- und Gehaltszahlungen von der Bundesanstalt für Arbeit erhalten.
Heidelberg, April 2002
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