Beschlüsse des Fachausschusses „Rohstoffe und chem... / BG Chemie: Beitrag erneut gesenkt
Berufsgenossenschaftliches System Vorbild für andere Länder Dennoch Reformen geplant
Neuseeland macht die Privatisierung der Arbeitsunfallversicherung rückgängig. Österreich führt die paritätische Selbstverwaltung der Sozialversicherung ein. In den Niederlanden ist die Neueinführung der gesetzlichen Unfallversicherung im Gespräch. Ausländische Delegationen interessieren sich für das berufsgenossenschaftliche System und seine Erfolgsmerkmale, um ihre eigene Sozialversicherung daran auszurichten. Volker Obenauer, Vorsitzender des Vorstandes der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie (BG Chemie), und Hauptgeschäftsführer Dr. Erwin Radek bestätigten den Mitgliedern der Vertreterversammlung der BG Chemie am 23. November 2001 in Hamburg, dass das berufsgenossenschaftliche System der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung Vorbildfunktion für andere Länder hat. Damit das System auch in Zukunft erfolgreich bleibt, halten sie jedoch Reformen und Anpassungen an neue Wirtschaftstrukturen für erforderlich.
Ansatzpunkte für Reformen sieht Radek vor allem in Effizienzsteigerungen durch die Intensivierung der Kooperationen der Berufsgenossenschaften untereinander, in dem verstärkten Einsatz von auf die Berufgenossenschaften zugeschnittenen EDV-Lösungen, in der Orientierung der Verwaltung an Managementmerkmalen wie Kosten-/Leistungsrechnung und in der Überprüfung der Finanzierungsstrukturen. So wird beispielsweise die Kapitaldeckung anstelle des Umlageverfahrens diskutiert.
Die BG Chemie hat davon bereits einen grossen Teil realisiert. Kostenstellenrechnung und Budgetierung der Haushaltsansätze sind schon tägliche Praxis. Workflow-orientierte EDV-Programme machen die Arbeit effizienter. Die Kosten wurden gesenkt und der Beitragssatz reduziert.
Heidelberg / Hamburg, November 2001
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