Beschlüsse des Fachausschusses „Rohstoffe und chem... / BG Chemie: Beitrag erneut gesenkt
Vertreterversammlung der BG Chemie:
Erfolgreicher Weg
"Die Richtung stimmt. Der Weg, den die BG Chemie zur Anpassung an Europa und an die den Wettbewerb verschärfende Globalisierung der Wirtschaft eingeschlagen hat, ist erfolgreich." Damit bestätigte der Vorsitzende des Vorstandes der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie (BG Chemie), Volker Obenauer, die Massnahmen, die die BG Chemie zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und zur Verschlankung ihrer Organisation ergriffen hat. Er machte auf der Vertreterversammlung der BG Chemie am 21. Juni 2001 in Dresden deutlich, dass die Massnahmen zur Förderung der Wirtschaftlichkeit der berufsgenossenschaftlichen Arbeit unerlässlich sind und von der BG Chemie offensiv und vorbildlich betrieben werden.
"Wir nehmen die Unruhe der Unternehmer ernst. Insbesondere dort, wo wir erkennen, dass unser alles in allem erfolgreiches System optimiert werden kann, optimieren wir es," sagte Dr. Erwin Radek, Hauptgeschäftsführer der BG Chemie, im Hinblick auf weitere Effizienz fördernde Massnahmen zur finanziellen Entlastung der Unternehmer.
Kosten senken
Die BG Chemie, die das bewährte deutsche System der gesetzlichen Unfallversicherung stärken will, setzt seit Jahren auf die Strategie: mehr Effizienz bei gleichbleibender oder sogar verbesserter Qualität ihrer Arbeit. Sie zählt dabei zu den Vorreitern unter den Berufsgenossenschaften. Sie hat in allen Ausgabenbereichen – nämlich Prävention, Entschädigungsleistungen sowie Verwaltungskosten – ihre Ausgaben verringert. Betrugen die Gesamtausgaben vor fünf Jahren 801 Millionen DM, waren es im Jahr 2000 trotz Dynamisierung der Renten, trotz Kostenexplosion im Gesundheitswesen, trotz Anstieg der Löhne und Gehälter nur noch 751 Millionen DM.
Die Ausgabensenkung hat zu einer spürbaren Beitragsentlastung der Unternehmen geführt. Nur noch 1,12 Prozent der Lohnsumme in der Chemieindustrie waren zur Deckung der Ausgaben der BG Chemie in 2000 erforderlich. 1996 waren es noch 1,27 Prozent.
Beigetragen zu der Ausgabenreduzierung haben der stetige Rückgang der Unfallzahlen durch gezielte Prävention. Vor allem hat eine konsequente Personalanpassung von 1009 Mitarbeitern in 1996 auf nunmehr 837 Beschäftigte die Ausgaben gesenkt.
Kundenservice verbessern
Mit der Kostensenkung hat die BG Chemie eine Steigerung der Kundenorientierung verbunden und den Service für Unternehmen und Versicherte verbessert. So konnte sie beispielsweise die Laufzeiten von Berufskrankheiten-Verfahren erheblich reduzieren. Bereits nach einem Jahr sind beinahe 90 Prozent der Verfahren abgeschlossen, 1996 waren es nur 60 Prozent. Möglich wurde die Reduzierung durch den gezielten Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung bei gleichzeitig intensiveren persönlichen Kontakt zu dem Versicherten.
Im Bereich Prävention hat die BG Chemie begonnen, die Vorschriften stärker zu systematisieren und damit ihre Anzahl zu reduzieren, ohne dass Sicherheit und Gesundheitsschutz in den Betrieben an Qualität einbüsst. Damit kommt sie den Wünschen der Unternehmer nach, die das Regelwerk häufig als zu unübersichtlich empfanden.
Zukunft sichern
Um das System der gesetzlichen Unfallversicherung insgesamt zu stärken, hält die BG Chemie die Intensivierung der Zusammenarbeit aller Berufsgenossenschaften für erforderlich, um Doppelarbeit zu vermeiden. Von der konsequenten Effizienzsteigerung bei allen Berufsgenossenschaften verspricht sich die BG Chemie eine finanzielle Entlastung der Wirtschaft und eine Stärkung des deutschen Unfallversicherungssystems.
Heidelberg / Dresden, Juni 2001
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