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BG Chemie senkt erneut Beitrag
Im vierten Jahr in Folge hat der Vorstand der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie (BG Chemie) eine Beitragssenkung beschlossen. Nur noch 6,55 DM pro 1000 DM Lohnsumme sind erforderlich, um die Ausgaben der BG Chemie im Jahr 2000 zu decken. Im vergangenen Jahr waren es noch DM 6,60. Gegenüber 1996 hat sich der Beitrag um 0,43 DM verringert. Der Beitrag bezieht sich auf 1000 DM Entgelt in der Gefahrklasse 1.
Die BG Chemie konnte ihre Ausgaben im vergangenen Jahr um mehr als sechs Millionen DM auf 750,77 Millionen DM reduzieren. Gegenüber 1996 hat sie 51 Millionen DM eingespart.
Setzt man die Ausgaben der BG Chemie in Relation zur Lohnsumme der chemischen Industrie, dann ergibt sich ein Durchschnittsbeitrag von 1,12 Prozent. Dieser Prozentsatz lag im Vorjahr noch bei 1,16 Prozent.
Dr. Erwin Radek, Hauptgeschäftsführer der BG Chemie, sieht darin eine Bestätigung der intensiven Bemühungen, die Kosten durch mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu senken und damit die Mitgliedsbetriebe zu entlasten.
In allen Bereichen – nämlich Prävention, Entschädigungsleistungen sowie Verwaltungskosten – konnte die BG Chemie ihre Ausgaben verringern. Besonders ins Gewicht fällt die Reduzierung der Verwaltungskosten um 1,54 Millionen DM (2,3 Prozent) auf 64,67 Millionen DM. Die Lohn- und Gehaltskosten des Jahres 2000 lagen noch unter denen des Jahres 1992. Der Anteil der Verwaltungskosten an den Gesamtkosten, der im Vorjahr noch 8,75 Prozent betrug, ist auf 8,61 Prozent zurückgegangen. Dieses Ergebnis ist vor allem auf die konsequenten Massnahmen zur Personalanpassung zurückzuführen.
Die Entschädigungsleistungen – sie machen 81 Prozent der Gesamtausgaben der BG Chemie aus – haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozent reduziert. Der anhaltende Rückgang der Unfälle auf der einen Seite sowie die Rentendynamisierung und das steigende Rentenniveau durch die neuen Rentenfälle halten sich derzeit etwa die Waage. Läge die Unfallhäufigkeit heute noch so hoch wie 1960, dann müsste die BG Chemie 800 Millionen DM mehr an Entschädigungsleistungen aufwenden.
Auch die Kosten für Sicherheit und Gesundheitsschutz in den Betrieben konnten reduziert werden. Sie betrugen im Jahr 2000 71,50 Millionen DM und damit 3,8 Prozent weniger als im Jahr davor. Der Vorgabe des Vorstandes, die Präventionsziele nicht zu gefährden, sondern engagiert weiter zu verfolgen, wurde dabei in hohem Masse Rechnung getragen.
Der Rückgang der Ausgleichslasten zu Gunsten der Bergbau-Berufsgenossenschaft und des Insolvenzgeldes, das von den Berufsgenossenschaften im Fremdauftrag eingezogen wird, um 0,04 DM beziehungsweise um 0,08 DM je 1000 DM Lohnsumme führt zu einer weiteren Entlastung der Betriebe.
Heidelberg, April 2001
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