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BG Chemie: Beitrag erneut gesenkt
Zum dritten Mal in Folge hat die Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie (BG Chemie) ihren Beitragssatz gesenkt und damit eine Grössenordnung wie zuletzt für 1993 erreicht. Waren im Vorjahr noch DM 6,65 je DM 1.000 Entgelt in Gefahrklasse 1 zur Deckung der berufsgenossenschaftlichen Ausgaben erforderlich, sind es in diesem Jahr DM 6,60.
Die intensiven Anstrengungen um weitere Einsparungen und um Effizienzsteigerung unter Beibehaltung des hohen Qualitätsniveaus haben zum erneuten Rückgang des Beitrags geführt.
Die Ausgaben für Rehabilitations- und Entschädigungsleistungen sind 1999 nur sehr moderat gestiegen (+ 0,7 Prozent), obwohl auch die BG Chemie von den steigenden Kosten im Gesundheitswesen betroffen ist und die von ihr gezahlten Renten jährlich vom Gesetzgeber angepasst werden. Die weiterhin günstige Entwicklung der Unfallhäufigkeit, die 1999 zu einer 1000-Mann-Quote von 22 Arbeitsunfällen und damit zu einem neuen Rekordtief geführt hat, hat den Anstieg der Ausgaben in engen Grenzen gehalten.
Reduzieren konnte die BG Chemie ihre Verwaltungkosten, und zwar um fast 3 Prozent. Die Verwaltungskosten enthalten Personalkosten und Sachaufwand und haben an den Gesamtausgaben einen Anteil von nur 8,75 Prozent. Bereits im Vorjahr sanken sie um ebenfalls knapp 3 Prozent. Personalanpassung und konsequente Nutzung von Einsparpotentialen haben dieses Ergebnis ermöglicht.
Die BG Chemie, gesetzlicher Unfallversicherer für 12.700 Unternehmen und 920.000 Beschäftigte der chemischen Industrie, leistet Versicherungsschutz für die gesundheitlichen und finanziellen Folgen von Arbeitsunfällen, von Unfällen auf dem Arbeitsweg und von Berufskrankheiten. Vor allem aber gehört die Prävention zu ihrem Aufgabenbereich, also für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu sorgen.
Heidelberg, April 2000
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