Vom 27. bis 30. Oktober 2003 findet in Düsseldorf der 28. Internationale Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin statt. Die BG Chemie stellt das Thema Mensch-Maschine-Schnittstelle in den Mittelpunkt ihres Messestandes. Dabei wird mit Hilfe von interaktiven Exponaten und Präsentationen der Bogen gespannt vom Befahren von Behältern bis hin zum Überwachen und Steuern einer Chemieanlage.
Arbeitsunfälle in Leitwarten der chemischen Industrie sind relativ selten. Trotzdem stellt sich die Frage nach der psychischen Belastung durch die Überwachungs- und Steuerungstätigkeiten. Das Bedienpersonal trägt eine hohe Verantwortung; Stress kann kurzfristig zu Fehlern führen, die den Betriebsablauf empfindlich stören. Mit einem Leitwarten-Simulator am Stand der BG Chemie wird die Arbeit eines Anlagenfahrers nachgestellt. Dabei sieht das Publikum über eine Bildschirmanzeige, wie zum Beispiel der Puls der Testperson bei kritischen Betriebszuständen in die Höhe geht. Welche Gestaltungsmöglichkeiten für Leitwarten bzw. Prozessleitsysteme bestehen, darüber informieren am Stand der BG Chemie Prof. Nachreiner und sein Team von der Uni Oldenburg.
Optimierte Mensch-Maschine-Schnittstellen sind unabdingbare Voraussetzung für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Bereits bei der Planung werden wichtige Weichen gestellt. Mit Unterstützung der Firma appss aus Magdeburg demonstriert die BG Chemie auf ihrem A+A-Stand, wie in "Virtueller Realität" Betriebe konzipiert werden können. Das Kongresspublikum wird mitgenommen auf einen Rundgang durch eine virtuelle Fabrik – mit 3D-Effekt.
Der Ausstellungsstand der BG Chemie bietet neben Präsentationen auch Exponate zum "Ausprobieren", beispielsweise einen Reaktionstest mit detailliertem Ergebnisausdruck. "Hier kann jeder feststellen, wie schnell das menschliche Leistungsvermögen an Grenzen stößt", sagt Stephan Rohn vom Referat Arbeitspsychologie der BG Chemie. "Wer Prävention ernst nimmt, muss Schnittstellen so gestalten, dass der Mensch durch die Anforderungen der Technik nicht überfordert wird."
Eine umfangreiche Broschüre mit dem Titel "Mensch – Sicherheit – Technik" informiert ausführlich über die Schnittstellenproblematik und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. Das Heft ist am Stand der BG Chemie kostenlos erhältlich.
Natürlich steht das Standpersonal den Besucherinnen und Besuchern auch bei Fragen zu anderen Themen des Arbeitsschutzes Rede und Antwort. Mit der Präsentation des Gefahrstoffinformationssystems "GisChem" beispielsweise einem der "klassischen" Aufgabengebiete der BG Chemie Rechnung getragen.
Ansprechpartner:
Boris Ludborzs
Bereich Prävention
Telefon 06221 523 498
E-Mail: bludborz@bgchemie.de
Doris Keller
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 06221 523 543
E-Mail: dkeller@bgchemie.de





