Analytik von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz
Gefahrstoffmessung zur Überwachung von Grenzwerten
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GC und GC/MS im
Labor der BG Chemie
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Zur Beurteilung der Exposition gegenüber Gefahrstoffen am Arbeitsplatz werden – neben anderen Beurteilungs
verfahren – häufig Gefahrstoffmessungen durchgeführt, insbesondere, wenn es um die Überwachung von Grenzwerten geht. Hierzu werden validierte Analysenverfahren benötigt, die es ermöglichen, sichere Aussagen innerhalb vorgegebener Fehlergrenzen über die Höhe von Expositionen zu machen. Die Probenahmen und Analysen, die die BG Chemie im Rahmen ihres Präventionsauftrags nach Sozialgesetzbuch VII durchführt, folgen solchen validierten Verfahrensanweisungen. Die AG Analytik des Fachausschusses Chemie unter Federführung der BG Chemie hat gemeinsam mit der Gruppe Luftanalytik der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Qualitätssicherungskonzept zur Entwicklung von Analysenverfahren festgelegt. Die AG Analytik erarbeitet die Analysenverfahren BGI 505 für krebserzeugende, erbgutverändernde und reproduktionstoxische Stoffe („kmr-Stoffe“), die Arbeitsgruppe Luftanalysen der DFG publiziert Analysenverfahren für die übrigen Stoffe.
Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen und zurückgezogenen Analysenverfahren BGI 505 („Von den Berufsgenossenschaften anerkannte Analysenverfahren zur Feststellung der Konzentration krebserzeugender Arbeitsstoffe in der Luft in Arbeitsbereichen“) mit aktuellen Hinweisen, z. B. auf in Vorbereitung befindliche Verfahren. Eine nach CAS-Nummern sortierte Liste von Stoffen, für die gültige Analysenverfahren in der BGI 505 vorliegen, finden Sie hier. Die einzelnen Analysenverfahren sind einschließlich des „Allgemeinen Teils“ teilweise auch online zugänglich.
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Da einzelne Analysenverfahren der BGI 505 von Zeit zu Zeit aktualisiert werden, sind Anregungen oder Anmerkungen aus der Praxis sehr hilfreich. Auch Hinweise auf benötigte Analysenverfahren nehmen wir gerne auf. Hierzu können Sie uns eine Nachricht senden.
Eine Übersicht über internationale Messverfahren findet sich hier (ohne die von den Berufgenossenschaften anerkannten Verfahren der BGI 505).
Neben diesen validierten Verfahren können auch solche mit direktanzeigenden Geräten unter bestimmten Randbedingungen vorteilhaft eingesetzt werden. So können durch Messungen, z. B. mit FT-IR-Geräten oder PID, Konzentrationsverläufe mit der Zeit während des Arbeitsprozesses beobachtet werden und daraus Schlüsse auf Expositionsspitzen gezogen werden. Allerdings müssen dabei die zum Teil gravierenden Querempfindlichkeiten und andere bestimmende Faktoren berücksichtigt werden, so dass diese ohne begleitende Messung mit einem validierten (Sammel-) Verfahren zur Bestimmung der absoluten Expositionshöhe nur bedingt bis gar nicht geeignet sind. Eine Übersicht zu diesem Thema finden Sie in der Sicheren Chemiearbeit 8/2000.
Im September trafen sich fast 200 Fachleute aus Firmen, Behörden, Hochschulen und Gesetzlichen Unfallversicherungs
trägern in Heidelberg, um aktuelle Fragen der Probenahme, der Analytik und der Beurteilung von Gefahrstoffen zu diskutieren.
Am 25. und 26. September 2006 fand in Dortmund der Workshop „Die Gefahrstoffverordnung: Probenahme – Messtechnik – Bewertung“ statt, der in Kooperation der AG Analytik des Fachausschusses Chemie beim Hauptverband der gewerblichen Berufs
genossenschaften (HVBG) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG, Arbeitskreis „Luftanalysen“) durchgeführt wurde.
Rechnerische Bewertung von Gefahrstoffexpositionen
Berechnungsverfahren und Modellbildung
Die Ermittlung von Expositionen gegenüber Gefahrstoffen erfolgt häufig durch Messung, kann aber auch auf andere Art und Weise durchgeführt werden. Unter dem Titel
Berechnungsverfahren und Modellbildung in der Arbeitsbereichsanalyse ist eine Publikation erschienen, die diese Möglichkeiten näher beleuchtet. Sie finden diese
hier.
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Letzte Änderung am: 11.01.2012